Eine Freiflächen-PV-Anlage wird direkt auf natürlichem Boden, verdichteter Schüttung oder vorbereiteten Fundamenten installiert und nicht auf Dächern oder Gebäudestrukturen. Da das System zur Unterstützung auf den Kontakt mit dem Boden angewiesen ist, muss sein struktureller Entwurf das Bodenverhalten, die Umweltbelastungen und die Langzeitstabilität berücksichtigen. Überlegungen zum Kipp- und Setzungsschutz sind daher eng mit der Art und Weise verknüpft, wie Fundamente, Stützen und Verbindungen konstruiert werden.
Unter Neigung versteht man die allmähliche oder plötzliche Neigung der PV-Struktur weg von ihrem vorgesehenen Winkel, während Setzung die Abwärtsbewegung von Fundamenten aufgrund von Bodenkompression oder -verschiebung beschreibt. Beide Phänomene können unabhängig voneinander oder zusammen auftreten. Bei PV-Freiflächenanlagen werden diese Risiken durch die Bodenart, die Grundwasserverhältnisse, die Lastverteilung und äußere Kräfte wie Wind oder Schnee beeinflusst.
Das Fundament ist das Hauptelement, das für den Widerstand gegen Umkippen und seitliche Bewegungen verantwortlich ist. Freiflächen-PV-Anlagen Häufig werden Pfahlgründungen, Erdschrauben, Betonfundamente oder Ballastblöcke verwendet. Jeder Fundamenttyp bietet einen anderen Mechanismus zum Widerstand gegen Kippen, indem er Lasten in tiefere oder stabilere Bodenschichten überträgt. Die richtige Auswahl des Fundaments ist ein zentraler Aspekt der Kippschutzkonstruktion.
| Fundamenttyp | Hauptlastübertragungsmethode | Anti-Kipp-Beitrag |
|---|---|---|
| Rammpfähle | Hautreibung und Endlager | Widerstehen Sie dem Umkippen durch die Tiefe |
| Bodenschrauben | Schraubenförmige Verankerung | Drehwiderstand bereitstellen |
| Betonfundamente | Gewicht und Grundfläche | Durch Masse stabilisieren und verteilen |
| Ballastsysteme | Schwerkraftbelastung | Beschränken Sie die Bewegung ohne Eindringen |
Kipp- und Setzschutzkonstruktionen beginnen mit der Bodenuntersuchung. Geotechnische Untersuchungen ermitteln die Bodentragfähigkeit, den Verdichtungsgrad, den Feuchtigkeitsgehalt und die Schichtung. Diese Parameter leiten Entscheidungen über Fundamenttiefe, -abstand und -typ. Ohne ausreichende Bodendaten kann es im Laufe der Zeit auch bei gut konzipierten Bauwerken zu ungleichmäßigen Setzungen oder Neigungen kommen.
Freiflächen-PV-Anlagen verteilen die Lasten von Modulen, Rahmen und Umweltkräften auf mehrere Stützen. Eine gleichmäßige Lastverteilung trägt dazu bei, die lokale Belastung einzelner Fundamente zu reduzieren. Strukturelle Anordnungen verwenden häufig gleichmäßig verteilte Reihen und Stützen, um sicherzustellen, dass die Lasten verteilt werden, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer unterschiedlichen Setzung verringert wird, die zu einem Kippen führen könnte.
Wind trägt maßgeblich zum Kipprisiko bei, insbesondere bei Freilandanlagen. PV-Module fungieren als große ebene Flächen, die Auftrieb und seitliche Kräfte erzeugen können. Kippschutzkonstruktionen berücksichtigen Windrichtung, -geschwindigkeit und Turbulenzen, indem sie Fundamente verstärken, die Einbettungstiefe erhöhen oder Neigungswinkel anpassen, um aerodynamische Effekte zu reduzieren.
Verstrebungen innerhalb der Montagekonstruktion tragen zur Gesamtsteifigkeit bei. Diagonalstreben, Querträger und verstärkte Gelenke tragen dazu bei, die Ausrichtung unter Last aufrechtzuerhalten. Eine gut gestaltete Rahmengeometrie begrenzt die Verformung und verteilt die Kräfte gleichmäßiger, wodurch die Wahrscheinlichkeit verringert wird, dass sich eine Stütze stärker dreht oder sinkt als andere.
Setzungen resultieren häufig aus der Bodenverdichtung unter anhaltender Belastung. Durch die Erweiterung der Fundamente in tiefere, stabilere Bodenschichten reduzieren Planer die Abhängigkeit von Oberflächenböden, die anfällig für Verdichtung sein können. Tiefere Fundamente können Lasten auf Schichten mit höherer Tragfähigkeit übertragen und so langfristige vertikale Bewegungen begrenzen.
| Faktor | Einfluss auf die Siedlung | Design-Antwort |
|---|---|---|
| Bodentyp | Die Kompressibilität variiert | Fundamenttiefe anpassen |
| Feuchtigkeitsveränderungen | Bodenausdehnung oder -schrumpfung | Entwässerung und Bodenbehandlung |
| Lastgröße | Höhere Belastung des Bodens | Stützfläche vergrößern |
Wasseransammlungen rund um Fundamente können den Boden schwächen und die Setzung beschleunigen. Freiflächen-PV-Anlagen umfassen häufig Entwässerungsmaßnahmen wie Kiesschichten, Gefälle oder Kanäle, um das Wasser von den Stützen abzuleiten. Eine wirksame Feuchtigkeitskontrolle trägt dazu bei, die Bodenfestigkeit zu erhalten und ungleichmäßige Bodenbewegungen zu reduzieren.
Einige PV-Freiflächenanlagen verfügen über verstellbare Montagehalterungen oder Teleskopstützen. Diese Merkmale ermöglichen geringfügige Korrekturen der Ausrichtung, wenn kleine Setzungen auftreten. Sie ersetzen zwar nicht die richtige Fundamentkonstruktion, bieten aber durch die Einstellbarkeit eine praktische Möglichkeit, die Modulausrichtung während der Lebensdauer des Systems beizubehalten.
Vor der Installation spielt die Bodenvorbereitung eine Schlüsselrolle für die Setzungsschutzwirkung. Durch die Verdichtung des Füllmaterials, die Entfernung organischer Schichten und die Einebnung der Baustelle entsteht ein gleichmäßiger Untergrund. Eine ordnungsgemäße Vorbereitung verringert die Variabilität des Bodenverhaltens unter verschiedenen Stützen.
Die in Fundamenten und Montagekonstruktionen verwendeten Materialien beeinflussen die Langzeitstabilität. Stahlpfähle, Aluminiumrahmen und Betonfundamente reagieren jeweils unterschiedlich auf Umgebungsbedingungen. Korrosionsbeständigkeit und Materialsteifigkeit beeinflussen, wie Belastungen im Laufe der Zeit aufrechterhalten werden, und beeinflussen indirekt das Kipp- und Setzverhalten.
Auch bei sorgfältiger Planung können sich die Bodenverhältnisse ändern. Regelmäßige Inspektionen der Ausrichtung, der Freilegung des Fundaments und des Bodenzustands helfen dabei, frühe Anzeichen von Neigung oder Setzung zu erkennen. Die Überwachung ermöglicht Korrekturmaßnahmen wie Nachverdichtung oder Strukturanpassung, bevor größere Abweichungen auftreten.
In einigen Regionen wirken sich auch seismische Aktivitäten und Temperaturschwankungen auf die Stabilität aus. Seismische Belastungen können vorübergehende oder dauerhafte Bodenbewegungen hervorrufen, während thermische Ausdehnung und Kontraktion Verbindungen belasten können. Kippschutzkonstruktionen berücksichtigen diese Effekte, indem sie eine kontrollierte Bewegung ohne Verlust der strukturellen Integrität ermöglichen.
Freiflächen-PV-Anlagen werden in der Regel nach technischen Standards und örtlichen Bauvorschriften entworfen. Diese Rahmenwerke definieren Sicherheitsfaktoren, Lastkombinationen und Testanforderungen in Bezug auf die Stabilität. Die Einhaltung solcher Standards unterstützt die systematische Berücksichtigung von Kipp- und Setzschutzanforderungen.
| Designelement | Zielproblem | Stabilitätsbeitrag |
|---|---|---|
| Fundamenttiefe | Siedlung | Überträgt die Last auf stabile Schichten |
| Verstrebungssystem | Kippen | Verbessert die Rahmensteifigkeit |
| Entwässerungslayout | Schwächung des Bodens | Erhält die Bodenfestigkeit |
Freiflächen-PV-Anlagen werden auf flachem Gelände, an Hängen und in unebenem Gelände installiert. Jede Bedingung bringt einzigartige Stabilitätsherausforderungen mit sich. Hanglagen erfordern möglicherweise abgestufte Fundamente oder Terrassen, während weiche Böden möglicherweise verstärkt werden müssen. Kipp- und Setzschutzkonstruktionen werden entsprechend an die standortspezifischen Gegebenheiten angepasst.
Über die Lebensdauer einer PV-Freiflächenanlage ist mit allmählichen Veränderungen der Boden- und Belastungsbedingungen zu rechnen. Designs, die das Langzeitverhalten und nicht nur die anfänglichen Installationsbedingungen berücksichtigen, eignen sich besser zur Aufrechterhaltung der Ausrichtung. Diese Perspektive integriert geotechnische, strukturelle und ökologische Überlegungen in einen einheitlichen Ansatz.